Fachschaft Mathematik/Informatik

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Beschluss über Förderung von Kultur und freier Liebe

01 Apr 2019 01 Apr 2019

Nach der Entscheidung des Europaparlaments zur Urheberrechtsreform folgt die Universitätsverwaltung dem Beispiel Frankreichs und beschließt eine frühzeitige Umsetzung des modernen Schutzes geistigen Eigentums. Der verspätete, suboptimale Umgang mit der Einführung der Datenschutzgrundverordnung soll verhindert werden, weshalb eine zeitnahe Realisierung der Richtlinie angestrebt wird. Dies soll auch bewirken, dass frühzeitig juristische Schutzlücken geschlossen und Rechtssicherheit herbeigeführt wird. Gleichzeitig betrachtet die Verwaltung diesen Schritt als erste Wahrnehmung der durch das Land NRW zugesicherten erweiterten Autonomie der nordrheinwestfälischen Hochschulen.

Das Zentrum für Informations- und Mohnteilchen (ZIMT) hat angekündigt mit der Umsetzung der Maßnahmen frühzeitig zu beginnen. Konkret werden ab dem 1. April (heute) alle ausgehenden Übertragungen (“Upload”) aus dem Universitätsnetzwerk einer technischen Überprüfung unterzogen. Da sich die Universität keine kostspieligen Gerichtsverfahren einfangen möchte, werden jegliche von Nutzern hochgeladenen Inhalte kontrolliert und im Zweifelsfall vereitelt. Darunter fallen auch Nachrichten über Messengerdienste, Veröffentlichungen auf sozialen Netzwerken, Statusmeldungen auf Sofortnachrichtendiensten und Urlaubsbilder.

Um dies technisch zu realisieren werden die Nutzer im Laufe der nächsten Monate gebeten ein sogenanntes Wurzelzertifikat auf ihren Geräten zu installieren. Dies wird benötigt um die Inhalte umschlüsseln und kontrollieren zu können. Für den Nutzer ändert sich nichts – die Kommunikation bleibt wie gewohnt sicher.

Für die rechenintensive Verarbeitung der Datenmengen wird der erst kürzlich eingeweihte Supercomputer (Noctua, lat. “Gute Nacht”) des Paderborner Zentrums für Paralleles Raten (PCPC) herangezogen. Die zuständigen Experten haben angekündigt, dass wenn die Aufgabe durch einen Computer bewerkstelligt werden kann, dann definitiv durch diesen Hochleitungsapparat.

Um eine mögliche zukünftige unrechtmäßige Verbreitung der Inhalte sicherzustellen, werden diese außerdem für weitere Überprüfungen vorgehalten. Die dafür benötigten Kapazitäten werden mit dem neuen Rechenzentrum (Gebäude X) sichergestellt. Der Bau beginnt im Sommer 2019 neben dem neuen Gebäude Y.

Die eingeführte Infrastruktur kann darüber hinaus für weitere sinnvolle Maßnahmen eingesetzt werden. In einer zweiten Phase wird die aufgebaute Infrastruktur auch verwendet um der Problematik mit falschen Tatsachenbehauptungen (“alternative facts”) entgegenzuwirken. Ein interdisziplinares Professorengremium wird hierzu hochgeladene Inhalte auf unwahre Behauptungen überprüfen und gegebenenfalls Korrekturen vornehmen. Als Nebeneffekt wird auch ein Anstieg der Studienleistungen erwartet, da dieser Prozess auch hochgeladene Übungseinreichungen betrifft. Um die Universitätsmitarbeiter zu entlasten, wird eine Kooperation mit studentischen Gremien angestrebt. Ein erster Entwurf sieht vor, dass das Studienparlament die Erkennung von parodistischen Inhalten übernimmt, um der im Vorfeld der Richtlinie vorgetragenen Kritik Rechnung zu tragen. Inhalte sollen nur nach einem einstimmigen Beschluss über den einwandfreien Einsatz von humoristischen Mitteln freigegeben werden um Beschlussfindungsstörungen vorzubeugen. Zur Finanzierung der kostspieligen Maßnahmen, sollen die besonders betriebsintensiven Gebäude L und G abgebaut werden. Mögliche, dadurch entstehende Einschränkungen im Bereich der Lehre sollen durch Freiluftselbsthilfevorlesungen auf den Grünflächen und das Vertrauen in positive Witterungslage und fortschreitende Klimaerwärmung kompensiert werden. Zusätzlich könnte die optimierte Luftzufuhr einen begünstigenden Beitrag zum Studienerfolg leisten.

Als Aussicht auf eine langzeitliche Entwicklung hat die Verwaltung festgestellt, dass die Aufsicht der gegenwärtigen Inhalte die unmittelbare Implikation bedingt, vergangene Inhalte ebenso einer Revision zu unterziehen. In Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek werden bestehende Werke auf unrechtmäßige Inhalte überprüft und korrigiert. Dies betrifft den bestehenden Bestand der Universitätsbibliothek, als auch über Fernleihe und digitale Zugänge verfügbare Werke. Das langfristig angestrebte Ziel ist der inhärente Rückgang von unrechtmäßigem, verbalem Sprachgebrauch, was eine lohnende Investition in die Zukunft darstellt. Zu diesem Zeitpunkt hoffen die verwaltungstechnischen Verantwortlichen nicht mehr im Amt zu sein, um die Verantwortung für etwaige negative Seiteneffekte nicht übernehmen zu müssen.

Die Verwaltung ist sich absolut sicher, dass der kulturelle und öffentliche Raum durch die Maßnahmen wachsen und gedeihen wird. Weitere Informationen mit zusätzlichen Einzelheiten werden in den nächsten Tagen an prominenter Stelle veröffentlicht.

Die Fachschaft begrüßt die geplanten Maßnahmen und erhofft sich durch die automatisierten Abgabekorrekturen eine Reduktion der Studiendauer (3 Semester Bachelor, 2 Semester Master). Die dadurch gewonnene Zeit kann dann entspannt auf der Bierwiese (Wiese des abgebauten Gebäudes G vor dem Pub) verbracht werden.